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 Ausflug ins Coaching

Wie schon in unserem Buch "Coaching - das Flösserprinzip" dargestellt, bildet das Navigatormodell für den Coach eine Orientierungshilfe um den Coachingprozess zu organisieren und im Blick zu behalten.

Zwischen den Punkten START und ZIEL , also Beginn und Ende einer Coachingaktion können wir uns eine Verbindungslinie mit Funkfeuern vorstellen. Coaching Diese Funkfeuer sind Erinnerungspunkte dafür, dass wir uns im Coachingprozess auf der gewünschten Linie befinden. Sie ermöglichen uns auch Abweichungen, denn mit starkem Signal geben sie uns die Möglichkeit, immer wieder zu ihnen zurückzukehren. Wenn wir mit einem Klienten die Schritte in Richtung Ziel so gut definiert haben, daß jeder Schritt einen positiven Impuls auslöst, ein Gefühl der Freude, des Selbstvertrauens oder der Selbstachtung zum Beispiel, dann haben wir starke Erinnerungspunkte oder Funkfeuer geschaffen. Kleine Umwege in der Zielerreichung sind dann willkommene Abwechslungen, kreative Entwürfe oder einfach faszinierende Ausflüge in die Welt weiterer Möglichkeiten. Oft gibt so ein Ausflug neue Impulse für weitere Gestaltungsmöglichkeiten, auf jeden Fall fördert er die Lebensfreude. In unseren Seminaren haben wir immer wieder bemerkt, daß zu straff definierte Ziele und enge Erreichungskorridore nur schwer und unter Verleugnung der eigenen Kreativität erreicht werden. Lassen Sie sich wo es geht Möglichkeiten und Gestaltungsspielräume für den Weg zum Ziel. Wir nennen einen solchen Gestaltungsspielraum Korridor. Sammeln Sie im Korridor mit Ihren Klienten kreative Ideen, Schwung und Kraft, immer wieder auf die Zielgerade zurückzukehren. Unser Nervensystem braucht Abwechslung und neue Perspektiven, geben sie ihm die Möglichkeit sich wohlzufühlen, und Sie werden Unterstützung auf allen Ebenen erfahren.

CoachingMit Hilfe des LernNavigatorS können Sie die Eckpunkte des Korridors bestimmen. Sie und Ihr Coachingklient wissen dann ganz genau, wann es Zeit ist von einem kleinen Korridor- Ausflug zurückzukehren.

CoachingGemäß dem Grundsatz:
Fragen steuern Denkrichtungen
hat der Coach über die Orientierungsfragen eine sehr gute Möglichkeit, die Denkrichtung der Klienten wieder auf das Ziel zu lenken.
Zeichnen Sie einige Richtungen auf, in die Sie mit Fragen lenken können.

Stellen Sie sich einen Flugkorridor räumlich vor und denken Sie sich als Pilot eines Flugzeuges, der von München nach Paris fliegen möchte. Es gibt natürlich eine direkte Luftverbindung von München nach Paris. Sie werden allerdings auf Grund der Wetterbedingungen und der landschaftlichen Gegebenheiten einen Flugkorridor wählen, der etwas von der direkten Linie abweicht.

Ähnlich verhält es sich im Coaching. Es gibt sicherlich einfache Schritte vom Start zum Ziel. Sie werden sich allerdings in der Zusammenarbeit mit ihren Klienten oft in einem "CoachingKorridor" finden, der von der direkten Linie abweicht. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen kann es ökologisch sein, einen Umweg zu machen, zum anderen wollen vielleicht andere Personen mit in den Kontext eingebunden werden und es bedarf der Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit, diese Personen für das Projekt zu gewinnen.

Coaching Ein dreidimensionaler Korridor mit der Möglichkeit nach links, rechts, oben und unten abzuweichen ermöglicht Ihnen als Coach einen größeren Handlungsspielraum. Es ist jedoch wichtig, mit dem Klienten zusammen die Dimension des Korridors auszuloten. Sollte Ihr Klient während der Arbeit zu tief ins Gefühl fallen, so ist eine Unterbrechung wichtig. Anschliessend eine Rückkehr zur eigentlichen Fluglinie. Sollte Ihr Klient euphorisch zu hoch hinaus wollen oder sich links und rechts mit ablenkenden Beispielen beschäftigen, so ist es auch da nützlich, einen Umkehrpunkt zu wählen.

Fragen sind eine gute Möglichkeit, von Aussenpunkten des Korridors wieder auf die schnellste Verbindung zwischen Start und Ziel zu kommen. Wenn Sie schon beim Stellen der Fragen wissen, in welche Richtung eine Frage das Denken Ihres Klienten bringt, dann haben Sie sich ein sehr genaues Coaching Instrumentarium geschaffen.
Die meisten Menschen fragen, weil ihnen etwas nicht klar ist und merken nicht einmal, wenn der Partner auf etwas ganz anderes antwortet. Sie fragen zum Beispiel: "Was ist ihr erfolgreichstes Projekt?" und erhalten zur Antwort: "Oh ja, das habe ich vor ca. 5 Jahren gemacht, damals ging es mir blendend, kurz nach meiner Scheidung in Frankfurt hatte ich den großen Auftrag aus China geholt."

Die Antwort bezieht sich nur zu einem kleinen Teil und dazu sehr vage auf die Frage. Der Sprecher beantwortet mit grösster Genauigkeit Fragen, die gar nicht gestellt wurden.

Reflektiert auf unser Pilotmodell bedeutet das, ein grosser Korridor wurde geschaffen und es liegt jetzt am Coach, diesen Korridor zu nutzen und wieder auf die Start - Ziel Verbindung zurückzufinden. Der LernNavigator hilft wie folgt, Sie erkennen damit die Orientierungen in dieser Antwort:

Vergangenheit: "...habe ich vor ca. 5 Jahren gemacht.."
Internal: "....ging es mir blendend.."
Orte: "... Scheidung in Frankfurt.....Auftrag aus China.."
Nun können Sie mit der JOJO Technik andere Orientierungen herausarbeiten. Statt der präsentierten Vergangenheit die Frage nach der Gegenwart, einem heutigen Projekt, statt der internalen Orientierung die Frage, was denn in den Augen der Kollegen (external) jetzt als ihr erfolgreichstes Projekt gilt, als Erweiterung für Orte können Sie nach den beteiligten Mitarbeitern (Menschen) fragen. Wie in einem JOJO Spiel gelingt es Ihnen damit unbeachtete Dimensionen hochzuholen und in den Fokus der Aufmerksamkeit zu bringen.- Sie nützen die Möglichkeit der 360 Grad.


Erfolg kann eine Falle sein,
nachfragen lohnt sich.



Weitere Informationen zum Thema Coaching und Supervision finden Sie auf der Think-Seminars Homepage. Dort können Sie auch Termine für Seminare erfahren und Anmeldeformulare downloaden.

 
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